Aus dem Alltag

Kein Geld oder nur ein lästiger Hund?

Irgendwie scheint eine bestimmte Marktgemeinde im Landkreis Anziehungspunkt für Problemfälle zu sein:
Heute vormittag zeigte eine Bürgerin einen vernachlässigten Hund an. Er habe bereits einen wunden und eitrigen Rücken, so die Anruferin. Außerdem solle der Besitzer inzwischen zwei Hunde haben, obwohl er nichtmal den einen versorgen kann.

Bevor wir etwas unternehmen konnten ruft uns schon der Angezeigte an und fragt, was denn die Einschläferung eines Hundes kosten würde. Erstmal baff, denn wir sind ja ein Tierschutzverein und kein Tierarzt, fragte ich, warum er denn eingeschläfert werden müsse.

Der Hund sei krank und habe einen eitrigen Rücken, außerdem sei er seit kurzem aggressiv.
Auf meine Frage, ob er denn mit dem Hund schon beim Arzt war, meinte die Tochter: "Ja, vor einem dreiviertel Jahr" Ich war empört und fragte, warum er denn jetzt eingeschläfert werden müsse und nicht erstmal zum Arzt käme. Antwort "das kann sich mein Vater nicht leisten".
Die Personen waren uns bereits bekannt und wir wissen, dass für Zigaretten, Handy und sonstiges genügend Geld vorhanden ist. Nur für die Tiere ... ja für die Tiere, da fragen wir doch einfach mal den Tierschutzverein, der zahlt das schon.

Die Leute haben nun die Auflage bekommen, den armen Tropf zum Tierarzt zu bringen. Ansonsten erstatten wir Anzeige wegen Tierquälerei.

Fazit: Leider legen sich manche Leute wahllos Tiere zu, egal ob sie es sich leisten können oder nicht. Und wenn das eine schon kränkelt und alt wird, dann kommt gleich noch ein "frisches" hinzu.
Bitte überlegen Sie sich gut, ob Sie sich auf Dauer ein Tier leisten können. Denn nicht nur Futter, Pflegezubehör, Impfungen etc. wollen bezahlt werden. Ein Tier kann genau wie der Mensch krank oder verletzt werden. Sie sollten immer ein finanzielles Polster für solche Fälle einplanen.



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